Biography

German artist Hendrik Beikirch, also known by his alias “ecb”, creates eye-catching works of documentary and fictional portraiture that traverse the personal and the private. his distinctive monochromatic wall murals and interior works for galleries and museums confront viewers with richly storied subjects that fascinate through their sheer force of personality. at once anonymous, quotidian and enchanting in appearance – each of beikirch’s figures has a story to tell. more than mere subjects, we find in his works genuine characters, made all the more fascinating by their anonymity. the reduced color palette and striking contrasts that characterize beikirch’s portraiture underscore the vulnerability of his subjects, while the scale of these works invites viewers to consider the relationship between individual and society, viewer and subject, public and private. Looming large in the post-industrial cityscape, beikirch’s documentary works are studies in humanity. responding to cultural shifts in the perception of beauty brought about by the ubiquitous presence of digital media, beikirch rejects the sleek youthfulness that predominates in modern visual culture in favor of an aesthetic vision that couples painterly sensibility with the techniques of photorealism. the world-weariness, grit, and cautious optimism of his subjects imbue these works with a sense of the familiar. there is something reassuring to be found in the melancholy that radiates from these faces.

Beikirch’s murals are not so much interventions in the urban landscape as they are our silent companions, reminders of our common humanity and representations of both actual individuals and the diverse populations of the modern city. roadside shadows, they command our attention; at times melancholic, other times brusque in their sensibility. the subjects of his fictional works are inspired by his imagination and do not adhere to human proportions, instead they are distorted, fragmented and subtly surreal in appearance. questioning both their surroundings and the conventions of portraiture, these works share the hyperrealist aesthetics of his documentary work, while employing skewed perspectives to accentuate the image and its character. Chance encounters, fleeting glimpses and snatches of conversation form the inspiration for images that dissolve spatial boundaries and translate personal histories into expressive works. part of a new generation of artists, beikirch seeks to break down the spatial dichotomy of the interior and the exterior, incorporating the principles of composition and technique applied in his interior work to his creations in public space and vice versa, forging positive connections between these two spatial domains in the process. just as his works of public art evoke an atmosphere of familiarity, his productions for interior spaces reflect the anonymity and transience of the contemporary urban experience.

Beikirch has created work at diverse locations all around the world. in recent years his works have become increasingly monumental in scale, transforming the act of painting into a bold venture. in august 2012, he traveled to south korea’s second largest city, the metropolis of busan, where he painted the largest mural in asia – a 236-foot tall monochromatic mural of an elderly fisherman. the mural, one of his most ambitious works to date, is set against the dramatic backdrop of the futuristic haeundae i’park tower complex, designed by acclaimed architect daniel libeskind. this iconic work has since been followed by similarly breathtaking creations, including the largest murals in india and the benelux countries. these massive murals were created without the use of projectors or grid sketches, making each a work of outstanding precision. Few artists match the sophistication and charm achieved in beikirch’s portraits. at a moment in history where the visual matters more than ever, and the public has become jaded by the glut of images, beikirch has developed a new way of reproducing and understanding reality which transcends the visual dimension as its grapples with the nature of interior and exterior space. mesmerizing viewers with the captivating aura of his subjects, his works occupy a unique position in contemporary art. his is a modern take on classical portraiture, reduced in its color palette, ambivalent in its reserved presentation, yet full of warmth and infused with a rich sense of humanity.

 

Der deutsche Künstler Hendrik Beikirch, auch unter dem Kürzel „ecb“ bekannt, schafft prägnante Arbeiten dokumentarischer und fiktionaler Portraitkunst, in der sich Öffentliches und Privates kreuzen. Seine charakteristisch monochromatischen Wandarbeiten und Innenraumgestaltungen für Galerien und Museen konfrontieren den Betrachter mit Subjekten, die durch die reine Kraft ihrer Persönlichkeit überzeugen und aus sich selbst zu sprechen scheinen. Anonym, alltäglich und von bezauberndem Ausdruck zugleich hat jede von Beikirchs Figuren eine Geschichte zu erzählen. Wir sehen in seinen Arbeiten weniger bloße Subjekte als authentische Charaktere, deren Anonymität sie nur noch faszinierender machen. Die für Beikirchs Portraits typische reduzierte Farbpalette und die starken Kontraste betonen die Schutzlosigkeit seiner Subjekte, während die Größe der Arbeiten den Betrachter dazu einlädt, das Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft, Betrachter und Subjekt, Öffentlichkeit und Privatem zu überdenken.

Hoch über die post-industrielle Stadtlandschaft hinaus ragen Beikirchs dokumentarische Arbeiten als Studien der Menschlichkeit. Als Antwort auf kulturelle Verschiebungen in der Wahrnehmung von Schönheit, hervorgebracht durch die allgegenwärtige Präsenz digitaler Medien, weist Beikirch die glatte Jugendlichkeit zurück, die in der modernen visuellen Kultur vorherrscht, zugunsten einer ästhetischen Vision, die malerische Sensibilität mit den Techniken des Fotorealismus paart. Der Weltschmerz, die Charakterfestigkeit und der vorsichtige Optimismus seiner Subjekte erfüllen diese Arbeiten mit einem Gefühl von Vertrautheit. Es lässt sich etwas beruhigendes in der Melancholie finden, die von den Gesichtern ausstrahlt. Beikirchs Wandarbeiten sind weniger Eingriffe in die urbane Landschaft als stille Begleiter, Erinnerungen an unsere gemeinsame Menschlichkeit und Vertreter sowohl tatsächlicher Individuen als auch diverser Bevölkerungsgruppen der modernen Stadt. Wie Schatten am Straßenrand beherrschen sie unsere Aufmerksamkeit, manchmal melancholisch andermal brüsk in ihrer Empfindung. Die Subjekte in seinen fiktionalen Arbeiten entspringen seiner Phantasie und widersprechen den menschlichen Proportionen, stattdessen sind sie deformiert, fragmentiert und erscheinen leicht surreal. Ihre Umgebung und die Konventionen der Portraitkunst hinterfragend teilen diese Arbeiten die hyperrealistische Ästhetik seiner dokumentarischen Arbeiten, während sie sich verzerrten Perspektiven bedienen, um das Bild und seinen Charakter zu akzentuieren.

Zufällige Begegnungen, flüchtige Blicke und Gesprächsfetzen bilden die Inspiration für Bilder, die räumliche Grenzen auflösen und persönliche Geschichten in ausdrucksstarke Arbeiten übersetzen. Als Teil einer neuen Künstlergeneration versucht Beikirch die räumliche Dichotomie von Innen- und Außenraum aufzubrechen, indem er die Kompositionsprinzipien und Technik seiner Innenraumgestaltungen auf die Arbeiten im öffentlichen Raum anwendet und umgekehrt, um konstruktive Verbindungen zwischen diesen zwei räumlichen Domänen aufzubauen. Genau wie seine öffentlichen Kunst eine Atmosphäre der Vertrautheit hervorruft, reflektieren seine Produktionen in Innenräumen die Anonymität und Vergänglichkeit zeitgenössischer urbaner Erfahrung. Beikirch hat Arbeiten an diversen Orten auf der ganzen Welt realisiert. In den letzten Jahren wurden seine Arbeiten zunehmend monumental und wandelten den Akt des Malens in ein kühnes Unternehmen. Im August 2012 reiste er durch Südkoreas zweitgrößte Stadt, die Metropole Busan, wo er die größte Wandmalerei Asiens schuf – ein 72 Meter hohes Portrait eines bejahrten Fischers. Die Wandmalerei, eine seiner bisher ambitioniertesten Arbeiten, erscheint vor dem dramatischen Hintergrund des futuristischen Haeundae I’Park Turmkomplex von Daniel Libeskind. Dieser ikonischen Arbeit folgten seitdem ähnliche atemberaubende Schöpfungen, einschließlich der größten Wandmalereien in Indien und den Beneluxstaaten. Die gewaltigen Bilder wurden ohne den Gebrauch von Projektoren oder Rasterzeichnungen realisiert, was jedes von ihnen zu dem Ergebnis herausragender Präzision macht.

Wenige Künstler vereinen die Perfektion und den Charme, die Beikirch in seinen Portraits erreicht. In einem Moment der Geschichte, in dem das Visuelle eine wichtigere Rolle denn je einnimmt und die Öffentlichkeit ob der Bilderflut immer mehr abstumpft, hat Beikirch einen neuen Weg der Reproduktion und des Realitätsverständnisses entwickelt, der die visuellen Dimensionen überschreitet, da er sich mit der Natur von Innen- und Außenraum auseinandersetzt. Indem sie den Betrachter mit der fesselnden Aura ihrer Subjekte faszinieren, besetzen seine Werke eine einzigartige Stellung in der zeitgenössischen Kunst. Beikirchs Arbeiten stellen eine moderne Herangehensweise an die klassische Portraitkunst dar: reduziert in ihrer Farbpalette, ambivalent in ihrer zurückhaltenden Präsentation und doch erfüllt von Wärme und Menschlichkeit.


Selected exhibitions / projects

2015

ruttkowski;68, waiting, solo show / cologne, germany
galerie wolfsen, trend ’15, group show / aalborg, denmark
kolly gallery, past & future, group show / zurich, switzerland
urban art biennale 2015, museum völklinger hütte
group show / saarbrücken, germany

2014

scope new york, galerie wolfsen / nyc, usa
galerie wolfsen, monochrome matters, solo show / aalborg, denmark
foundation montresso, behind the red wall, group show / marrakech, morocco
st.art delhi, tallest mural in india / new delhi, india

2013

unit44, after the dark, group show, newcastle / united kingdom
mube, brazilian museum of sculpture, biennale graffiti fine art, group show / sao paulo, brazil
ruttkowski68, transsib-greyhound, solo show / cologne, germany
galerie wolfsen, pieces of the sky, group show / aalborg, denmark

2012

soze gallery, graffuturism, group show / los angeles, usa
platoon kunsthalle, urban void, group show / seoul, republic of korea
busan cultural foundation, tallest mural in asia / busan, republic of korea
cbk amsterdam, group show / amsterdam, the netherlands
kunstverein friedberg, vom leben gezeichnet, group show / friedberg, germany
forum kunst rottweil, counterparts, group show / rottweil, germany
goethe-institut, german graffiti avant-garde, group show / bangalore, india
lauritz, paintopia, group show / aarhus, denmark

2011

scope art basel miami, 101exhibit / miami, usa
art wynwood, 101exhibit / miami, usa
101exhibit, between night and day, group show / miami, usa
rizzordi art foundation, expression beyond, group show / st. petersburg, russia
kunstencentrum signe, urban script continues, group show / heerlen, the netherlands
museum völklinger hütte, urban art graffiti 21, group show / saarbrücken, germany
ruttkowski68, between, solo show / cologne, germany
ayden gallery, group show / vancouver, canada
vincent michael gallery, group show / philadelphia, usa
galerie golkar, group show / bonn, germany
one gallery, group show / newark, usa

2010

dafen art museum / world expo shanghai, reading village – painting city, group show / shenzhen, china
glassworks, artworks asphaltkultur, group show / amsterdam, the netherlands
aliseo art projects, zerfall und zukunft, group show / gengenbach, germany
kunstkreis hameln, graffiti handmade, group show / hameln, germany
chemnitzer markthalle, hallenkunst, group show / chemnitz, germany
gallery progres, xll, group show / belgrade, serbia
commissioned mural / nyc, usa
stenograffia, commissioned mural for the city of yekaterinburg, russia
stroke/ munich, germany

2009

schunck glaspalais national gallery heerlen, d ‘ raw, group show / heerlen, the netherlands
carhartt gallery, art basel side event, public provocations, group show / weil am rhein, germany
glanzkinder gallery, under the paving stones, solo show / cologne, germany
pretty portal, einen sommer, solo show / düsseldorf, germany
commissioned murals in moscow, omsk and irkutsk, russia
commissioned mural for soho art materials / nyc, usa
eurocultured, life performance / dublin, ireland

2008

galerie springmann, group show / freiburg, germany
galerie d’art atelier 9, group show / grenoble, france
eurocultured, commissioned mural for the city of manchester, united kingdom

2007

gallery n2o, feeling blue, solo show / lyon, france
carhartt gallery, group show / weil am rhein, germany

2006

galerija collegium artisticum, balcan express, group show / sarajevo, bosnia and herzegovina
carhartt gallery, opening, group show / weil am rhein, germany

2005

kulturzentrum kesselhaus, straight concepts, group show / weil am rhein, germany
reithalle klenzepark, graffiti war gestern zwei, group show / ingolstadt, germany
603qm, markant, group show / darmstadt, germany

2004

k31 gallery, opening, group show / lahr, germany
röda sten, everwanting streets, group show / gothenburg, sweden
k31 gallery, lines, group show / lahr, germany

2003

wollmagazin kaiserslautern, fusion at nacht der museen, group show / kaiserslautern, germany
das atrium vom hamburger holzhafen, kunst im atrium, group show / hamburg, germany

2002

galerie am steg, einblicke, group show / aschaffenburg, germany
halle 02, beside the wall, group show / heidelberg, germany
bavaria st. pauli brauerei, urban discipline 2002, group show / hamburg, germany

2001

museum für kommunikation, urban discipline 2001, group show / hamburg, germany

1999

queichtalmuseum, kunst im atrium, group show / offenbach (pfalz), germany
altes wasserwerk, dark side of the moon, group show / offenburg, germany